Ruhiger Schlaf trotz Bereitschaftsdienst
Bereitschaftsdienst bedeutet, dass das Telefon klingeln kann, auch wenn man längst im Bett liegt. Viele Menschen, die nachts erreichbar sein müssen, entwickeln daraus ein Problem: Sie schlafen schlecht, weil sie unbewusst auf das nächste Geräusch warten. Der Körper bleibt in Alarmbereitschaft, der Schlaf wird flach und die Erholung bleibt aus. Dabei lässt sich beides miteinander verbinden, wenn man die technische Seite klar vom Schlafplatz trennt.
Der erste Schritt ist eine räumliche Trennung. Das Diensttelefon gehört nicht ins Bett und nicht auf den Nachttisch direkt neben dem Kopf. Wer nachts erreichbar bleiben muss, kann das Gerät auf einen Tisch im Nebenraum legen oder zumindest auf eine Kommode am anderen Ende des Zimmers. Die Rufumleitung auf ein zweites, leises Gerät oder ein separates Bereitschaftshandy hilft dabei, den Hauptschlafbereich frei zu halten. Wer wissen möchte, wie man nachts erreichbar bleiben kann, ohne das Handy im Bett zu dulden, findet dort praktische Hinweise zur Einrichtung und Platzierung.
Wichtig ist außerdem die akustische Gestaltung. Ein lauter Klingelton für alle Anrufe ist unnötig, wenn nur bestimmte Nummern durchgestellt werden müssen. Moderne Smartphones erlauben Ausnahmen für favorisierte Kontakte, während alle anderen Anrufe stumm bleiben. So klingelt das Gerät nur dann, wenn es wirklich beruflich erforderlich ist. Zusätzlich lässt sich die Lautstärke so einstellen, dass man geweckt wird, aber nicht erschrickt. Ein sanft ansteigender Ton ist besser als ein schriller Alarm, der den Puls in die Höhe treibt.
Wer regelmäßig Bereitschaft hat, sollte außerdem feste Rituale einführen: vor dem Schlafengehen prüfen, ob das Gerät geladen ist, die Rufumleitung aktiv ist und der Wecker gestellt wurde. Danach folgt eine klare Trennung – kein Blick mehr auf Dienstmails, keine letzten Kontrollen. Diese Routine signalisiert dem Gehirn, dass die Arbeit für heute abgeschlossen ist. Wer tagsüber ausreichend Pausen einplant und den Schlaf nicht dauerhaft verkürzt, hält die Belastung besser aus. So bleibt man nachts erreichbar, ohne den Schlaf grundsätzlich zu opfern.